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Nordseeklinik Borkum LVA
    Zentrum für Medizinische Rehabilitation   

 

Im letzten Jahr wurde mir die Kur abgelehnt, aber für dieses Jahr 2003 ist endlich nach langem Kampf die Zusage gekommen.
Nun heißt es Koffer packen und von Sommer - bis Winterkleidung alles mitnehmen, da man innerhalb drei Wochen alles an Wetter auf Borkum erleben kann.
Die Nacht vor meiner Abreise war wie immer eine kurze schlaflose Nacht, vor lauter Vorfreude. Früh um 03.30 Uhr klingelte der Wecker und um 05.50 Uhr saß ich dann im Zug und ab ging es in den Norden. Eigentlich wollte ich gerne im Zug schlafen, aber da ich 5X umsteigen musste, blieb ich zur Sicherheit  wach, um nicht zu verschlafen. Endlich in Emden  -  Außenhafen angekommen, ging die Reise noch 2 Stunden mit der Fähre nach Borkum weiter. Hier konnte ich erste mal in der Sonne liegen und war begeistert von der klaren Sicht nach Holland. Nach 10 Stunden Anreise bin ich  um 16.00 Uhr auf der schönen Insel angekommen!

Borkum von oben

Nun ging es vom Hafen mit der Kleinbahn in den Ort Borkum, Haltestelle Bahnhof. Dies dauert ca. 15-20 Minuten. Vom hier sind es ca. 300 Meter zu laufen bis zur Klinik.
Eine tolle Idee wäre es, wenn man dort abgeholt würde, da es für CF-ler oft sehr beschwerlich ist, mit Gepäck, diese Strecke zu gehen.

Nordseeklinik Borkum LVA Rheinprovinz

In der Klinik angekommen, wurde ich freundlich vom Pförtner empfangen. Er erklärte mir wie ich auf mein Zimmer komme und wo sich der Speisesaal befindet. So kam ich in ein schönes Einzelzimmer mit Meeresblick. Ausgestattet mit einem Fernsehgerät (kostenlos) und einem Telefon (gebührenpflichtig). Getränke und ein Teller mit Obst und Plätzchen standen auf dem Tisch. Inhaliergerät mit Zubehör, Vaporisator und ein Kühlschrank standen ebenfalls in dem Zimmer. ( für CF-ler) (Für Patienten mit Begleitperson gibt es Doppelzimmer)   
Leider kam ich 2 Stunden vor meinen Koffern an, so musste ich sie selbst mit einem Wagen in mein  Zimmer bringen. Normalerweise wir dies aber von Station aus erledigt.

Patientenzimmer

Ich musste mich noch kurz im Stationszimmer melden, bekam noch nötige Medikamente und gleich meinen Termin für den nächsten Morgen.
Durfte dort auch Getränke bestellen, die mir aufs Zimmer gebracht wurden.
Nach dem Abendessen liess ich langsam den Tag zu Ende gehen und ging k.o schlafen.

Am nächsten Tag ging es früh um 7.00 Uhr mit den Routineuntersuchungen los.
(Blutabnahme, Blutdruckmessung, wiegen, Urin-,  Sputumabgabe, usw.)
Nach dem Frühstück hatte ich gleich mein Aufnahmegespräch mit Stationsarzt Dr. Schröder. Kurz darauf kam Chefarzt Dr. Resler auf Station und ich hatte gleich die Möglichkeit auch mit ihm zu sprechen. Im laufe des Tages wurde noch eine Lungenfunktion durchgeführt und ich hatte ein Beratungsgespräch mit der Diätassistentin.

Die Ernährung ist ein Teil der Therapie für Mukoviszidose Patienten und deshalb wird auch darauf sehr eingegangen.
Frühstücksbuffet : (Von 7.30 Uhr - 8.30 Uhr)
Mittags : ( Von 11.30 Uhr - 12.30 Uhr )
Es stehen 3 Gerichte zur Auswahl (Vollkost, leichte Kost und vegetarisch)
CF-ler können sich alle 3 Gerichte bestellen  (wer das schafft) :-)
Abendbuffet : ( Von 17.30 Uhr - 18.30 Uhr)
Zusätzlich gibt es ein kaltes oder warmes Gericht auf Wunsch.
Zusatznahrungen wie z.B Fresubin usw. sind ebenfalls möglich.

Am 2. Tag ging es los mit den Therapien, so wie es mit dem Arzt besprochen wurde.
Behandlungen werden je nach Belastbarkeit verordnet.

Inhalieren und Autogene Drainage   (auf dem Zimmer)
7.15 Uhr Klopfmassage  (10-15 min)   (wer es möchte)
Täglich 1 Stunde Einzeltherapie  (KG)
2-3 mal in der Woche CF - Gruppensport  (30 min)
Massagen, Heissluft, Fango, Schlickpackungen usw. können den Therapieplan füllen.
Außerhalb der Behandlung wurden weitere Untersuchen gemacht.
(Zuckertagesprofil, Allergietest, EKG usw.)
Das Hallenbad mit Meereswasser und Sauna konnte immer zu den Öffnungszeiten benutzt werden. Beim Stationsarzt gibt es ein Rezept für ein Fahrrad. Dieses man sich für die Kurzeit kostenlos beim Fahrradverleih holen konnte. So hatte man die Möglickeit die Insel zu erkunden und konnte sich gleichzeitig sportlich betätigen.
Mir machte es auch Spaß die vorhandene Tischtennisplatte im Haus zu benutzen.
(Habe ich meinen Gegener auch noch besiegt, so war es ein erfolgreicher Tag :-)
Nicht zu vergessen sind die Spaziergänge in der Brandungszone, die man gleich zu den Robben verbinden kann.

Robbenbank

Von der Klinik in die Fußgängerzone sind es nur ein paar Schritte, so wie auch zum Badestrand.
Da in diesem Jahr ein super schönes Badewetter war, konnte ich sogar das erste mal im Meer baden.
Im Haus gibt es aber auch einige Möglichkeiten die Zeit zu vertreiben.
In einem Werkraum kann man seine kreativen Seiten ausüben, in der Cafeteria sitzen und zeit verbringen, oder man konnte auch Billiard spielen.
Desweiteren gab es eine Bücherei, jeder konnte den Trimmraum nutzen oder man konnte sich um seine Wäsche kümmern. Dafür standen kostenlos Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen zur Verfügung.

Um eine erfolgreiche, schöne Kur zu haben, gehört für mich auch dazu, mit Mitpatienten einfach  etwas trinken zugehen in Kneipen oder Cafe´s, oder einfach nur am Strand und in den Dünen zu sitzen und Spaß zu haben.

Mit einem Abschlußgespräch mit dem Stationsarzt und mit Aufbau und Besserung meines Gesundheitszustand wurde ich nach 3 Wochen Kur entlassen.

 

Es war eine schöne, angenehme und erfolgreiche Zeit, so kann ich diese Klinik auf Borkum nur empfehlen und freue mich schon auf die nächste Kur und das nette Personal !!

 

Nordseeklinik Borkum

Buberstr. 4

26757 Borkum

 

Tel: 04922 / 92101

http://www.nordseeklinik-borkum.de


Ein Dank an Ingo Sparenberg, der mir die Bilder zur Verfügung stellte

 

 

Nordsee Reha Klinikum I

St. Peter Ording

Klinik I

Im September 2001 fuhr ich zum ersten mal nach St. Peter Ording zur Kur. In der BFA Klinik auf Borkum hatte es Veränderungen gegeben, so dass ich mich in diesem Jahr für
St. Peter Ording entschied.
Meine Anreise war wie immer sehr lange. Das mehrmalige umsteigen, von Zug zu Zug ist schon etwas anstrengend.
In St. Peter Ording am Bahnhof angekommen, wurde ich von einen Kleinbus oder einem Taxi (weis nicht mehr genau) kostenlos zur Klinik gebracht.
Die Dame am Empfang der Klinik war sehr freundlich und sie erklärte mir schon mal vorab ein wenig. Anschließend wurde ich von einem Pfleger auf mein Zimmer gebracht. Meine Koffer und ein sehr schönes Zimmer warteten schon auf mich. Das Zimmer war mit einem Fernseher und Telefon ausgestattet. Das Meer konnte man vom Balkon aus ein wenig erkennen, da es sehr weit weg war. Nach kurzer Zeit kam eine Schwester und brachte mir die wichtigsten Sachen, die ich für meine tägliche Therapie benötige wie Inhaliergerät, Vaporisator und das ganze drum und dran wie Spritzen und und und. Für Nachschub wurde immer gesorgt man brauchte gar nichts zu sagen.
Gleich hatte ich auch schon mein Aufnahmegespräch und eine kurze Untersuchung. Einen nächsten Termin beim Stationsarzt bekam ich auch gleich für den nächsten Morgen.

Jetzt kam erst mal das Vergnügen dran und ein leckeres Abendessen. Der Speisesaal ist von 17.30 Uhr bis 18.30Uhr geöffnet und es gab ein umfangreiches Büffet.
Was ich allerdings nicht so schön fand war, dass es dort keinen extra Tisch für CF-ler gibt, man ist verteilt und sitzt irgendwo mit bei anderen Mitpatienten zusammen. Die Patientin gegenüber von mir sollte strengst Diät halten und auf die Kalorien achten und ich dagegen sollte ja zunehmen. Das war mir immer ziemlich unangenehm und das Essen machte mir so auch nicht recht Spaß, vor allem weil sie das bei fast jedem dritten Satz erwähnte. Nach 2 Wochen ließ ich mich dann versetzten, sonst hätte ich wahrscheinlich auch noch abgenommen.
Das Frühstücksbüffet gab es von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr und zur Mittagszeit von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr gab es 2 Gerichte zur Auswahl. Eine Zwischenmahlzeit oder einen großen Sack voll Süßigkeiten konnten wir CF-ler uns aussuchen. Ich entschied mich für die Süßigkeiten :-)) und eine kl. Kanne Scandy Shake täglich zum Mittagessen.
Getränke nach Wahl gab es ebenfalls für die CF-ler, diese bekam man auch aufs Zimmer gestellt.
Einmal hatten wir ein gemeinsames Kaffeekränzchen mit dem Chefarzt, den KGs, Diätassistentin und den anderen 3 Cf-lern. So bekam ich dann die anderen 2 Mitstreiter(innen) auch einmal zu Gesicht - der dritte war ja ein Freund von mir, den ich aber auch nur zu den Abendstunden sah.

Mein erstes Gespräch mit dem Stationsarzt war sehr nett und vor allem hatte er sehr viel Wissen über CF. Ich war sehr überrascht das es dort ganz anders abläuft wie ich es sonst auf Kuren gewohnt war. Hier gibt es keine CF-Gruppe, es sind meistens nur 2-3 oder auch weniger Cf´ler gleichzeitig in der Klinik, und alle Therapien erfolgen einzeln. Sie bevorzugen Einzeltherapien, wegen der Keimansteckung. Was mich total begeistert hat war, dass sie sogar das Abflussrohr vom Waschbecken auf den CF - Zimmern beim Patientenwechsel reinigen, oder sogar auswechseln.

Mein Therapieplan wurde dann mit Absprache des Arztes meines momentanen Gesundheitszustand entsprechen verabredet. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gesundheitlich und psychisch nicht besonders gut. So wollte mir der Arzt auch nicht viel Therapie verordnen.
Täglich bekam ich 1 Stunde Einzelkrankengymnastik. Die KG´s sind meiner Meinung nach in St. Peter Ording spitzen Klasse. Noch nie hatte ich so eine gute und CF-Erfahrene KG. Mir wurde vieles gelehrt und die Behandlungen waren sehr intensiv darum hatte ich das Gefühl, sie waren sehr erfolgreich. Auch die Massagen, die ich jeden 2. Tag bekam taten mir super gut.
Ein Geräteraum mit Betreuung stand für uns auch zur Verfügung. In diesem Jahr hatte ich aber nur mit dem Ergometerfahrrad das Vergnügen.
Meine Anwendungen waren sehr eingeschränkt, denn ich verbrachte die ersten 2 Wochen viel im Bett, da ich einen Infekt hatte.

Leider ist das Meer sehr weit weg von der Klinik und man muss sehr lange laufen um dort anzukommen. Für diejenigen, die das zu Fuß nicht mehr schaffen, gibt es aber vom Haus aus die Möglichkeit dort hingebracht zu werden
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Die Landschaft in St. Peter Ording ist sehr interessant. So man kann sich vielerorts ein Fahrrad ausleihen und die Gegend erkunden. Sehr schön ist es auch den Deich oder die Westküste entlang zu gehen.

Waldlandschaft

Westküste

Ist es vom Wetter mal nicht so toll, kann man sich auch im Haus gut beschäftigen. Es gibt dort eine schöne Cafeterria, in der sogar ein Computer steht. Man kann - nach stundenlangen Warten - dann das Internet kostenlos benutzen.
Ein Billardraum und eine Tischtennisplatte gibt es auch,
Oder man nutzt einfach das Schwimmbad.

In der Innenstadt gibt es einiges zu sehen, auch gute Cafes und Kneipen. Besonders hat mir das "Big Ben" Tanzlokal gefallen. Dort gab es jeden Mittwoch den Karaokeabend, der immer sehr lustig war. Ich sang dort auch einige Male und gewann einen großen Fanclub. An einem Mittwochabend bekamen wir eine Stunde länger Ausgang, weil mein Auftritt im Big Ben sogar gefilmt wurde. Die halbe Klinik war anwesend. Das war für mich auch eine schöne Abschiedsfeier, denn die 4 Wochen Kur waren dann auch schon wieder zu Ende.

Leuchtturm

Im allgemeinen hat es mir schon gefallen ,aber ich möchte doch lieber wieder meine Kur mit vielen CF-lern verbringen. Man kann sich austauschen, sich gegenseitig anspornen und hat einfach mehr Spaß - das habe ich dort sehr, sehr vermisst.

 

St. Peter Ording kann ich besonders denen empfehlen, die durch Kontakte mit CF-lern angst oder bedenken haben. Medizinisch kann ich diese Klinik vollstens empfehlen!!

 

Nordsee Reha-Klinikum 1
Fritz-Wischer-Straße 3
25826 St.Peter Ording

Tel. 04863 / 706 01

 


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